1815-1905
![[Photo: Adolph von Menzel, 1898]](images/Menzel_bilder/200.gif)



Adolph von Menzel mit
Biedermeierhut 1837, Aquarell von Eduard
Magnus |

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Adolph von Menzel
Maler, Graphiker
- 1815
- 8. Dezember: Adolph Menzel wird als Sohn Carl Erdmann Menzels und
dessen Frau Charlotte (geb. Okrusch) in Breslau geboren. Sein Vater ist
Leiter einer Mädchenschule und gründet 1818 eine lithographische
Druckerei.
- 1828
- Auf der Ausstellung "Kunstsachen, Fabrikwaren und Naturerzeugnisse" in
Breslau wird Menzels Kreidezeichnung einer säugenden Tigerin ausgestellt.
- 1830
- Umzug der Familie Menzel nach Berlin.
- Menzel erhält eine lithographische Ausbildung in der Druckerei des
Vaters.
- 1831/32
- Erster Auftrag: "Luthers Leben. Ein Bilderbuch für die Jugend".
- 1832
- Nach dem Tod des Vaters führt Menzel dessen Steindruckerei weiter, um
die Familie zu ernähren.
- 1833
- Er besucht die Berliner Künstlerakademie und erhält seinen ersten
größeren Auftrag: elf Illustrationen zu Johann Wolfgang von Goethes
(1749-1832) Gedicht "Künstlers Erdenwallen".
- 1836
- Menzel studiert in den Berliner Kunstsammlungen venezianische,
holländische und französische Maler des 17. und 18. Jahrhunderts. Sein
erstes Ölbild "Schachpartie" entsteht.
- 1839
- Umfangreiche Illustrationsaufträge. Es entstehen ca. 400 Zeichnungen
bis 1842.
- 1842
- Menzel beginnt sein sogenanntes Armeewerk: 436 Federlithographien für
"Die Armee Friedrichs des Großen in ihrer Uniformierung".
- 1843
- Mit dem Beginn von 200 Holzschnitt-Illustrationen zu den Werken
Friedrichs des Großen erhält er Kontakte zum Hof Friedrich Wilhelms IV.
(1795-1861).
- 1848
- Wenige Tage vor Ausbruch der Revolution kehrt Menzel nach Berlin
zurück. Unter ihrem Einfluß entsteht das Gemälde "Aufbahrung der
Märzgefallenen". Es ist eines der ersten Werke politisch engagierter
Malerei in Deutschland.
- 1850
- Mehrere Ölporträts und physiognomische Studien entstehen.
- 1852
- Dezember: Menzel wird Mitglied des literarischen Vereins "Tunnel über
der Spree", zu dem u.a. Paul Heyse, Theodor Fontane (1819-1898) und
Theodor Storm (1817-1888) gehören.
- 1853
- 8. November: Menzel wird zum Mitglied der Königlichen Akademie der
Künste gewählt.
- 1854
- Auftrag Friedrich Wilhelms IV. zu einem Festalbum für seine Schwester,
Kaiserin Alexandra von Rußland.
- 1856
- Ernennung zum Professor der Königlichen Akademie der Künste in Berlin.
- 1861
- Menzel erhält den Auftrag, ein repräsentatives Bild der "Krönung
Wilhelms I. in Königsberg" zu malen. In den folgenden vier Jahren zeichnet
er die Porträts der Teilnehmer.
- 1866
- 16. Juli: Menzel reist in das Gebiet des Preußisch-Österreichischen
Kriegs. Er besucht Lazarette und zeichnet verwundete, sterbende und tote
Soldaten.
- ab 1869
- Er reist jeden Sommer zu Kuraufenthalten nach Hofgarten und Kissingen.
- 1870
- Menzel erhält den Orden Pour le Mérite (Friedensklasse).
- 1872
- Menzel wird Ehrenmitglied der Akademie der Künste in München.
- Reise zur Königshütte in Oberschlesien zur Vorbereitung des Bildes
"Das Eisenwalzwerk", das er 1875 vollendet. Es gilt als erste
künstlerische Industriedarstellung in der europäischen Bildkunst.
- 1884
- Die Berliner Nationalgalerie eröffnet die erste große
Menzel-Ausstellung.
- 1885
- Eine Menzel-Ausstellung in Paris besiegelt sein internationales
Ansehen.
- Zahlreiche Ehrungen zum 70. Geburtstag des Künstlers.
- 1889
- Menzel beteiligt sich an der Weltausstellung in Paris.
- 1891
- Menzel-Sonderschau innerhalb der 3. Münchner Jahresausstellung.
- 1894
- Große Kunstausstellung in Hamburg. Menzel-Ausstellung in Dresden.
- 1895
- Ehrungen zum 80. Geburtstag, u.a. bei der ersten Biennale in Venedig.
- 1896
- Menzel-Ausstellungen in Wien, Hamburg und München.
- 1898
- Ernennung zum Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler und damit
Erhebung in den Erbadel.
- Menzel scheidet aus dem Senat der Akademie aus und wird zum
Ehrenmitglied ernannt.
- 1900
- Teilnahme an der Pariser Weltausstellung.
- 1905
- 9. Februar: Adolph von Menzel stirbt in Berlin.
kopiert aus:
www.dhm.de/lemo/html/biografien/MenzelAdolph/index.html
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