![[Photo: Max Liebermann]](images/Liebermann_Bilder/2001.jpg) |

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Max Liebermann
Maler, Graphiker
1847
- 20. Juli: Max Liebermann wird in Berlin als Sohn des
jüdischen Fabrikanten Louis Liebermann geboren.
- 1866-1868
- Parallel zum Studium an der Philosophischen Fakultät
der Berliner Universität nimmt Liebermann Malunterricht bei Karl Steffeck
in Berlin.
- 1869-1872
- Studium an der Kunstschule in Weimar. Seit 1871 zeigt
sich seine Malerei beeinflusst durch den Ungarn Mihály von Munkácsy.
- 1873
- Er zieht nach Paris und findet Anregungen in den Werken
französischer Naturalisten. Geht 1874 nach Barbizon, um mit Jean François
Millet in Kontakt zu treten.
- 1876
- Er reist zum ersten Mal nach Holland, wo erste Bilder
in der Technik der Freilichtmalerei entstehen.
- 1878
- Liebermann zieht nach München. Hier orientierte er sich
besonders an Wilhelm Leibl.
- 1884
- Rückkehr nach Berlin, wo er 1897 endlich breite
Anerkennung fand.
- Heirat mit Martha Marckwald. Der Ehe entstammt eine
Tochter.
- 1889
- Liebermann ist Mitorganisator einer inoffiziellen
Beteiligung deutscher Künstler an der Pariser Weltausstellung. Das
Deutsche Reich beteiligt sich wegen "antimonarchistischer Tendenzen" in
Frankreich nicht.
- 1894
- Teilnahme an einer Ausstellung des Pariser "Salons".
- Liebermann wendet sich von den Arbeitsbildern nach
holländischem Vorbild ab und öffnet sich zunehmend dem Einfluß der
modernen französischen Kunst.
- 1896
- Liebermann veröffentlicht mit einer Studie über den
französischen Maler Edgar Degas in der Zeitschrift "PAN" seine erste
schriftstellerische Arbeit.
- 1897
- Anläßlich seines 50. Geburtstags wird sein Werk in der
Akademieausstellung gewürdigt.
- Ernennung zum Professor der Königlichen Akademie der
Künste in Berlin.
- 1898
- Als Mitglied der Jury der "Großen Berliner
Kunstausstellung" empfiehlt Liebermann Werke von Käthe Kollwitz und Walter
Leistikow (1865-1908) zur Prämierung. Sie werden jedoch von Wilhelm II.
und anderen Mitgliedern der Jury abgelehnt.
- 2. Mai: Daraufhin gründet Liebermann mit anderen
Künstlern die "Berliner Secession", zu deren Vorsitzenden er im kommenden
Jahr gewählt wird.
- 1904
- Die "Berliner Secession" nimmt an der Weltausstellung
in St. Louis nicht teil, da ihr eine freie Auswahl der Bilder verwehrt
wird.
- Die Porträtmalerei gewinnt große Bedeutung in
Liebermanns Werk.
- Veröffentlichung des zum Verständnis seiner Kunst
bedeutenden Aufsatzes "Die Phantasie in der Malerei".
- 1910
- Die Jury der "Berliner Secession" weist die Bilder der
Expressionisten zurück. Daraufhin verlassen einige junge Künstler wie Max
Pechstein die Vereinigung und gründen die "Neue Secession".
- 1911
- Mit dem Rücktritt Liebermanns übernimmt Lovis Corinth
den Vorsitz der "Secession".
- 1914
- Liebermann schließt sich der abgespaltenen "Freien
Secession" an.
- Er beginnt, sich aus Berlin in sein Haus am Wannsee
zurückzuziehen.
- 1917
- Gesamtschau seines Werkes in der Königlichen Akademie
der Künste anläßlich seines 70. Geburtstages. Liebermann portraitiert
Großadmiarl von Tirpitz.
- 1920
- Berufung zum Präsidenten der nunmehr Preußischen
Akademie der Künste, für die er ein neues liberales Programm entwirft, das
er jedoch nicht durchsetzen kann.
- 1927
- Liebermann porträtiert den Reichspräsidenten Paul von
Hindenburg.
- 1932
- Er wird zum Ehrenpräsidenten der Preußischen Akademie
der Künste ernannt.
- 1933
- Als Jude wird Liebermann von den Nationalsozialisten
Arbeitsverbot erteilt.
- Da die Sektion für Bildende Kunst der Preußischen
Akademie der Künste beschließt, keine Werke jüdischer Künstler mehr
auszustellen, erklärt Liebermann öffentlich seinen Austritt aus der
Akademie.
- 1935
- 8. Februar: Max Liebermann stirbt in Berlin.
kopiert aus:
www.dhm.de/lemo/html/biografien/LiebermannMax
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Literatur:
- Nina Nedelykov, Pedro Moreira (Hrsg.): Zurück am
Wannsee – Das Sommerhaus von Max Liebermann. Mit Beiträgen von Anna
Teut, Klaus von Krosigk, Reinald Eckert und Wolf-Borwin Wendlandt,
Transit Verlag, Berlin, 2003
- Beate Zimmermann: Max Liebermanns
Auseinandersetzung mit der Bildtradition. Diss., Berlin 1997
- Anna Teut: Max Liebermann. Gartenparadies am Wannse.,
Prestel Verlag, München, New York 1997
- Marion Deshmukh: "'Politics is an Art': The
Cultural Politics of Max Liebermann in Wilhelmine Germany", in:
Imagining Modern German Culture: 1889-1910, hrsg. von Françoise
Forster-Hahn, Washington 1996, S. 165-183
- Matthias Eberle: Max Liebermann - Werkverzeichnis
der Gemälde und Ölstudien. 2 Bde., München 1995/96
- Bernd Schmalhausen: "Ich bin doch nur ein Maler" -
Max und Martha im "Dritten Reich". Hildesheim 1994
- Holly Prentiss Richardson: Landscape in the Work of
Max Liebermann. Diss.: Ann Arbor 1991
- Gustav Schiefler: Max Liebermann - Sein graphisches
Werk - 1876-1923. [4. erweiterte Auflage] San Francisco 1991
- Günter Busch: Max Liebermann. Maler - Zeichner,
Graphiker. Frankfurt/Main 1986
- Lothar Brauner: Max Liebermann. Berlin 1986
- Peter Paret: "The Enemy Within. Max Liebermann as
President of the Prussian Academy of Arts", in: The Leo Baeck Memorial
Lecture, Nr. 28. New York 1984
- Günter Busch (Hrsg. und Einl.): Max Liebermann -
Die Phantasie in der Malerei, Schriften und Reden. Frankfurt/Main 1978
(1), 1983 (2)
- Sigrid Achenbach: Die Druckgraphik Max
Liebermanns.Phil. Diss., Heidelberg 1974
- Franz Landsberger (Hrsg.): Max Liebermann - Siebzig
Briefe. Berlin 1937 [neu herausgegeben und kommentiert von Ernst
Volker Braun, Stuttgart 1994]
- Hans Ostwald: Das Liebermann-Buch. Berlin 1930
- Max J. Friedländer: Max Liebermann. Berlin o.J.
[1924]
- Max Liebermann: Gesammelte Schriften. Berlin 1922
- Erich Hancke: Max Liebermann. Sein Leben und seine
Werke. Berlin 1914 (1), 1923 (2)
- Karl Scheffler: Max Liebermann. München 1912
- Gustav Pauli: Max Liebermann. Stuttgart-Leipzig
1911
- Hans Rosenhagen: Max Liebermann. Bielefeld-Leipzig
1900
Ausstellungskataloge:
- Ausst.-Kat.: Ein Impressionismus für Hamburgs
Bürgertum. Max Liebermann and Alfred Lichtwark, Ernst Barlach Haus,
Hamburg 2002
- Ausst.-Kat.: Im Streit um die Moderne. Max
Liebermann. Der Kaiser. Die Nationalgalerie. Eine Ausstellung der
Nationalgalerie im Liebermann Haus am Brandenburger Tor, Berlin 2001.
Erster Band der Schriftenreihe der Max-Liebermann-Gesellschaft
- Ausst.-Kat.: Max Liebermann in Wannsee. Glanz und
Untergang einer Lebenswelt. Galerie Mutter Fourage, Berlin 1997
- Ausst.-Kat.: Max Liebermann – Jahrhundertwende.
Nationalgalerie, Berlin 1997
- Ausst.-Kat.: Max Liebermann - Der Realist und die
Phantasie. Kunsthalle, Hamburg 1997
- Ausst.-Kat.: "Was vom Leben übrig bleibt, sind
Bilder und Geschichten". Max Liebermann zum 150. Geburtstag. Stiftung
„Neue Synagoge - Centrum Judaicum“, Berlin 1997
- Ausst.-Kat.: "Nichts trügt weniger als der Schein".
Max Liebermann der deutsche Impressionist. Kunsthalle, Bremen 1995
- Ausst.-Kat.: Max Liebermann in seiner Zeit.
Nationalgalerie, Berlin (West) und Haus der Kunst. München 1979/80
kopiert aus:
http://liebermann.im-netz.de
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