1859-1941
![[Postkarte: Wilhelm II., 1905]](images/Kaiser%20Wilhelm_bilder/200.gif)

"Hurra 4 Kaiser"
(zeitgenössische Postkarte)
v.l.n.r. Friedrich
III., Kronprinz Friedrich Wilhelm (Baby), Wilhelm I, Wilhelm II.


Winston Churchill and Kaiser Wilhelm II, 1909.





Die Aufnahme
entstand am 01.06.1941,
3 Tage vor seinem
Todestag

Das Mausoleum in Doorn |

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Wilhelm II.
Deutscher Kaiser und
König von Preußen
- 1859
- 27. Januar: Friedrich Wilhelm wird als erstes Kind des Prinzen
Friedrich Wilhelm von Preußen, später Kaiser Friedrich III., und seiner
Frau Viktoria, Princess Royal of England, im Kronprinzenpalais in Berlin
geboren.
- Die Erziehung Wilhelms wird dem Kalvinisten Georg Hinzpeter übergeben.
- 1874-1877
- Besuch des Gymnasiums in Kassel-Wilhelmshöhe.
- 1877
- Aufnahme des Studiums der Rechts- und Staatswissenschaften in Bonn.
- 1881
- Heirat mit Prinzessin Auguste Viktoria von
Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg. Der Ehe entstammen sieben
Kinder.
- 1888
- 9. März: Tod des Großvaters Kaiser Wilhelms I.
- 15. Juni: Durch den Tod des Vaters, Kaiser Friedrichs III., wird der
Kronprinz als Wilhelm II. Deutscher Kaiser und König von Preußen.
- 1890
- 18. März: Aufgrund von innenpolitischen Differenzen und eigenen
machtpolitischen Ambitionen verlangt Wilhelm II. den Rücktritt des
Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck (1815-1898), den dieser am
folgenden Tag einreicht.
- 1896
- 3. Januar: Wilhelm II. gratuliert dem Präsidenten der Burenrepublik
Paulus Krüger (1825-1904) zum erfolgreichen Widerstand gegen englische
Angriffe ("Krügerdepesche"). In England provoziert dieser Vorfall breite
öffentliche Kritik am deutschen Kaiser.
- 1898
- Beginn des Schlachtflottenbaus unter dem Staatssekretär im
Reichsmarineamt Alfred von Tirpitz. Die Flottenaufrüstung, als Instrument
deutscher Kolonialpolitik konzipiert, wird von Wilhelm II. gefördert. Sie
belastet das Verhältnis zu Großbritannien.
- 1900
- Zur Niederschlagung des Boxeraufstands in China hält Wilhelm II. die
"Hunnenrede", in welcher er die deutschen Truppen zu massiven
Vergeltungsmaßnahmen auffordert.
- 1905/06
- Erste Marokkokrise: Wilhelm II. protestiert gegen die französische
Interessenpolitik in Marokko. Auf der internationalen Schiedskonferenz von
Algeciras (1906) findet die deutsche Politik keine Verbündeten.
- 1907
- Eine Artikelserie Maximilian Hardens diskreditiert das persönliche
Umfeld des Kaisers, vor allem seinen Berater Philipp Fürst zu Eulenburg,
als moralisch verwerflich ("Eulenburg-Affäre").
- 1908
- "Daily-Telegraph-Affäre": Ein in der englischen Zeitung "Daily
Telegraph" veröffentlichtes Interview mit Wilhelm II. über die Ziele
deutscher Außenpolitik erregt im In- und Ausland Kritik. Die deutsche
Öffentlichkeit fordert eine präzise verfassungsrechtliche Einschränkung
der monarchischen Kompetenzen.
- 1911
- Zweite Marokkokrise: Als Reaktion auf die französische Besetzung der
Städte Rabat und Fez schickt Wilhelm II. ein Kanonenboot nach Marokko, um
Deutschlands weltpolitische Geltung gegenüber konkurrierenden
Kolonialmächten notfalls militärisch zu demonstrieren.
- 1914
- 6./7. Juli: Wilhelm II. versichert Österreich-Ungarn nach der
Ermordung des habsburgischen Thronfolgers Franz Ferdinand durch serbische
Nationalisten uneingeschränkte Bündnisstreue für den Fall kriegerischer
Auseinandersetzung.
- 4. August: Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs ruft Wilhelm II. im
Reichstag zu nationaler Solidarität und Geschlossenheit auf.
- 1916
- Infolge der Berufung Paul von Hindenburgs und Erich Ludendorffs in die
3. Oberste Heeresleitung (OHL) verliert der Kaiser zunehmend Einfluß auf
die militärische Kriegführung.
- 1918
- 9. November: Reichskanzler Prinz Max von Baden verkündet eigenmächtig
die Abdankung des Kaisers.
- 10. November: Wilhelm II. flieht aus dem Hauptquartier in Spa in die
Niederlande.
- Die niederländische Regierung gestattet ihm den Aufenthalt unter der
Bedingung, daß er auf politische Betätigung verzichtet. Er bleibt
allerdings mit zahlreichen politischen und militärischen Persönlichkeiten
in Kontakt.
- 28. November: Unterzeichnung der Abdankungsurkunde.
- 1919
- Kauf von Haus Doorn in der Provinz Utrecht.
- 1920
- Die Niederlande lehnen Auslieferungsforderungen der Entente ab.
- 1921
- 11. April: Tod seiner Frau Auguste Viktoria. Ihr Leichnam wird nach
Potsdam überführt.
- 5. November: Heirat mit Hermine von Reuß ältere Linie, verwitwete
Prinzessin Schönaich-Carolath in Haus Doorn.
- 1931/32
- Wilhelm II. empfängt Hermann Göring in Haus Doorn. Er erhofft sich von
einer nationalsozialistischen Regierung die Wiedereinführung der Monarchie
in Deutschland.
- 1940
- Wilhelm II. gratuliert Adolf Hitler telegraphisch zur Einnahme von
Paris.
- 1941
- 4. Juni: Tod Wilhelms II. in Doorn. Auf Geheiß Hitlers wird er bei
seinem Wohnsitz im Mausoleum Doorn mit militärischen Ehren beigesetzt.
Wilhelm II. und die Kunst, 1901:
Rede vom 18.12.1901 anlässlich der Enthüllung des letzten Denkmals auf der Berliner Siegesallee
aus:
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/WilhelmII/index.html
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